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Ressourcen-bewirtschaftungsprojekt

Das Land Tirol verfolgt bis zum Jahr 2050 – gestützt auf Vorgaben und Ziele der Europäischen Union sowie des Bundes – das Ziel, energieautonom zu werden und den Energiebedarf bis zu diesem Zeitpunkt weitestgehend mittels heimischer, erneuerbarer Ressourcen zu decken. Studienergebnisse zeigen, dass hierzu in etwa eine Halbierung des Endenergieeinsatzes im Land Tirol bis zum Jahr 2050 notwendig ist.

 

Die gesteckten Ziele sind in den Gemeinden insgesamt – sprich in der Gemeindeverwaltung, die für die gemeindeeigene Infrastruktur zuständig ist, sowie durch die Bevölkerung – umzusetzen, wobei jede Gemeinde ihren bestmöglichen Anteil an der Zielerreichung durch optimale Nutzung der eigenen Ressourcen leisten sollte. Die Forcierung der Nutzung der eigenen Ressourcen zur Energiebedarfsdeckung vermindert die Abhängigkeit von Energieimporten und kann den stetig steigenden Energiekosten in den Gemeinden ausgelöst durch steigende Energiepreise auf dem Weltmarkt entgegen wirken.

 

Ressourcenbewirtschaftungskonzepte zeigen in diesem Zusammenhang den Gemeinden gesamthaft die zur Verfügung stehenden Ressourcen, quantifizieren diese und stellen sie den aktuellen Energiebedarfen sowie der Energiebedarfsdeckung gegenüber. In einem Workshopprozess werden Wege aufgezeigt, wie die heimischen Ressourcen zukünftig im Sinne der Tiroler Energiestrategie in die Energiebedarfsdeckung der Gemeinde verstärkt integriert werden können.

 

Das vorliegende Ressourcenbewirtschaftungskonzept stellt eine Grobbefundaufnahme dar. Es stellt in einem ersten Näherungsschritt die vorhandenen Ressourcen, den Energiebedarf sowie die aktuelle Energiebedarfsdeckung dar.
Gestützt auf die Ergebnisse des Ressourcenbewirtschaftungskonzeptes wurden im Rahmen eines Moderationsprozesses die Handlungsoptionen zur verstärkten und optimierten Nutzung regionaler Potenziale dargestellt, ein energie- und ressourcenstrategischer Ansatz abgeleitet und Umsetzungsmaßnahmen diskutiert.
Das vorliegende Ressourcenbewirtschaftungskonzept wurde maßgeblich durch das Land Tirol finanziell unterstützt.

 

Die Wasser Tirol - Wasserdienstleistungs-GmbH wurde von der Gemeinde Hippach mit der Erstellung des gegenständlichen Ressourcenbewirtschaftungskonzepts beauftragt.Die nachhaltige, weitestgehend auf den eigenen Ressourcen basierende Energieversorgung von Gemeinden rückt in Zeiten einer zunehmend sensibler werdenden Bevölkerung bezüglich ihrer Umwelt, stetig steigender Energiepreise sowie einer zunehmend fraglicher werdenden Versorgungssicherheit vor allem fossiler Energie zunehmend in den Vordergrund. Nur wenn es die Gemeinden schaffen, ihre Energieversorgung möglichst vollständig durch ihre eigenen, in der Gemeinde vorhandenen Ressourcen zu decken, kann eine klimaneutrale und darüber hinaus weitgehende Unabhängigkeit vom Energie-(Welt-)markt erreicht werden.

 

Die Tiroler Ressourcen-, Energie- und Klimastrategie hat in Anlehnung an die Ziele der Europäischen Union sowie der Republik Österreich Zielpfade bis zum Jahr 2050 definiert, die zum einen eine Halbierung des Endenergieeinsatzes gegenüber 2005 vorsehen, zum anderen eine nahezu vollständige Be-darfsdeckung durch Erneuerbare Energieträger. Letzten Endes sind die Ziele in den Tiroler Gemeinden zu erreichen. Das Handeln der Gemeinde Hippach soll daher ganz im Sinne der Tiroler Ressourcen-, Energie- und Klimastrategie unter dem Motto „Die eigenen Ressorucen für die eigenen Bedürfnisse nutzen“ stehen.

 

Das vorliegende Ressourcenbewirtschaftungskonzept zeigt der Gemeinde Hippach erstmals im Zusammenhang, über welche energetisch zu nutzenden Ressourcen die Gemeinde verfügt, wie hoch der derzeitige Energiebedarf der Gemeinde ist und wie sich gegenwärtig die Bedarfsdeckung gestaltet. Demnach benötigt die Gemeinde jährlich rund 38,5 GWh an Energie – Strom, Wärme und Mobilität. Die Bedarfsdeckung im Bereich Strom erfolgt zu 100 % durch erneuerbare Ressourcen, im Bereich Wärme beträgt der Anteil Erneuerbarer rund 35 %, wobei gerade hier noch sehr große Unsicherheiten bestehen. Im Mobilitätsbereich erfolgt die Bedarfsdeckung ganz überwiegend mittels fossiler Ressourcen.

 

Bei Übertragung der energiepolitischen Zielpfade des Landes Tirol auf die Gemeinde Hippach zeigt sich, dass bis zum Jahr 2050 zum einen der Endenergiebedarf der Gemeinde um rund 18 GWh verringert, zum anderen der Anteil Erneuerbarer Energien um rund 7 GWh/a ausgebaut werden muss. Im Zuge der Grobbefundung wurden noch freie Energiepotenziale innerhalb der Gemeinde von rund 13,6 GWh/a erkannt. Die Erlangung des Ziels einer annähernd vollständigen Deckung des Energiebedarfs durch Erneuerbare ist bei Erlangung der angestrebten Energiebedarfsreduktion durch Einsparung und Effizienzsteigerungen grundsätzlich möglich.

 

Generell wurde erkannt, dass in der Ressource Sonne in der Gemeinde die größten Potenziale liegen. Selbst bei einer Belegung von nur der Hälfte aller Dachflächen, die für eine Nutzung sinnvoll er-scheinen, würden – bei jeweils 50 %-iger Belegung mit Photovoltaik- und Solarthermie-Modulen – rund 4,3 GWh/a Wärme sowie 1,9 GWh/a Strom erzeugt werden. Dies würde eine zusätzliche Nutzung erneuerbarer Energieträger von rund 90 % des gesteckten Ausbauziels bis 2050 bedeuten. Ob eine derartige Solaroffensive allerdings umsetzbar und im Sinne des Ortsbildes gewünscht ist, scheint fraglich.

 

Die Nutzung der Umweltwärme scheint eine weitere gute Möglichkeit zu sein, die Nutzung der heimischen Ressourcen auszubauen. Diese ist bei Nutzung der Ressource Grundwasser auf den Zillertal-Grundwasserkörper beschränkt, für den maßgebliche Planungsinstrumente wie Grundwasserschichtenpläne fehlen. Derzeit wurde der Niedertemperaturbedarf der Gebäude auf rund 3,9 GWh/a abgeschätzt – eine Energiemenge, die gemäß den ergebnissen der Grobbefundaufnahme in der Umweltwärme zur Nutzung zur Verfügung stehen sollten.

 

Ein weiteres großes Potenzial liegt in der Ressource Wasser – und damit in der Stromgewinnung mittels Trinkwasser- sowie Laufwasserkraftwerken. Vor allem die Nutzung der Ressource Trinkwasser wurde von der Gemeinde bereits in den vergangenen Jahren als sinnvoll und erstrebenswert erkannt, woraus die Machbarkeitsstudien über fünf Kraftwerke resultierten. Die Umsetzung der Trinkwasserkraftwerke wird von der Gemeinde vorangetrieben und würde die Erzeugung von rund 1,7 GWh Strom pro Jahr bedeuten. Der weitere Ausbau der Laufwasserkraft steht dagegen derzeit nicht in Diskussion.

 

Weitere Maßnahmen wie z.B. die Biogasnutzung im Ortsteil Laimach oder der Straßenbeleuchtungstausch mit Umstieg auf LED-Technologie stellen weitere wichtige Projekte dar, die aber größenordnungsmäßig im Sinne der Zielerreichung deutlich hinter die o.g. zurückfallen.
Die Erlangung des Ziels einer annähernd vollständigen Deckung des Energiebedarfs durch Erneuerbare Energiequellen ist bei Erlangung der angestrebten Energiebedarfsreduktion durch Einsparung und Effizienzsteigerungen grundsätzlich möglich. Die wesentlichen Fundamente der Zielerreichung sollten dabei die Potenziale Sonne (Photovoltaik und Solarthermie), Umweltwärme (Grundwasser- und Erdwärmepumpen) und Wasser (v.a. Trinkwasserkraftwerke) sein.

 

Die Zielerreichung hängt dabei maßgeblich von der Genehmigung und der Umsetzung der geplanten Trinkwasserkraftwerke, der Schaffung erforderlicher Grundlagen für und die strategisch-optimierte Erschließung der Umweltwärme sowie der Schaffung einer ausreichenden Akzeptanz und des Willens zur Solarnutzung in der Bevölkerung ab.

Flugblatt Solar

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